Tipps für den Kauf von sicherem und unbedenklichem Spielzeug

Heutzutage ist es nicht mehr so einfach zu entscheiden, welches Spielzeug man kaufen soll und welches nicht. Alles hat seine Vor und Nachteile und auch Argumente dafür wieso man es kaufen sollte, und dagegen wieso man es nicht kaufen sollte. Kinderarbeit spielt eine Rolle, und auch Fair Trade, Ausnutzung von Menschen zu miserablen Bedingungen etc. Und ja, ich bin mir sicher das ist eigentlich ein großes Thema, denn vor allem Spielzeug, was heutzutage ja aus einem großen Teil aus Plastik besteht wird meist in Billiglohnländern erzeugt und ja, die Mitarbeiter bekommen dort einen Hungerlohn! Wo ist also die ethische Grenze? Man hat ja schon mehrere Aspekte zu berücksichtigen: Einerseits ist man selbst kein Großverdienster und möchte wenig Geld ausgeben für das ungefährliche Spielzeug. Andererseits möchte man natürlich nicht, dass dafür andere Menschen leiden mussten bei dem Produktionsprozess. Aber auf der anderen Seite, haben diese Menschen dann zumindest irgendwas zum arbeiten und somit zum essen. Sonst hätten sie vielleicht gar nichts und sind somit auch dankbar? Fakt ist aber, dass die großen sozialen Unterschiede zwischen unseren Breiten und der Entwicklungsländer immer bestehen werden, solang diese soziale Abgrenzung besteht. Also was ist nun die richtige Lösung? Ich glaube für unbedenkliches Spielzeug und unbedenkliche Spielsachen können wir nicht wirklich Einfluss nehmen, was dieses Faktoren betrifft. Hier müssen schon die Politiker die ersten Schritte machen, wir können dann sicher mit kleinen Sachen mithelfen, aber die großen Dinge muss wohl wer anderer bewegen. Ich weiß hier eigentlich nicht das richtige Rezept, glaub aber das ein klein bischen Egoismus nicht verwerflich ist. Das andere Thema ist dass die Spielsachen auch von Schadstoffen frei sein sollen, natürlich müssen sie beim Kauf darauf achten das keine Pestizide oder PAK-Stoffe drin sind oder Asbest oder ähnliches eh klar, dazu muss man nicht viel sagen. Wir haben die weiteren Informationen für Sie in zwei Beriche unterteilt: Informationen üner sicheres Spielzeug finden SIe hier. Und Informationen über unbedenkliches Spielzeug finden sie hier.

Tipps zum Kauf

  • Vor dem Kauf Tests unabhängiger Institutionen wie Stiftung Warentest oder Ökotest zu Rate ziehen.
  • Auf geschützte Gütesiegel achten. Zum Beispiel das GS-Zeichen (nur vertrauenswürdig in Verbindung mit dem prüfenden Institut) oder Spiel gut (Sicherheit, Umweltverträglichkeit und pädagogische Eignung). (Das CE-Siegel der EU ist hingegen bislang ohne Aussagekraft, da es nicht kontrolliert wird.)
  • Spielzeug mit scharfen Kanten oder leicht verschluckbaren Teilen, die sich lösen können, meiden.
  • Beim Kauf von Holzspielzeug unlackiertes, gewachstes Holz bevorzugen. In der Regel gilt hier: Je älter desto besser, denn Formaldehyd und Lösungsmittel verdampfen mit der Zeit. Daher ruhig gebrauchte Bauklötze vom Flohmarkt verwenden.
  • Lackiertes Spielzeug sollte der DIN 53160 genügen.
  • Spielzeug meiden, welches unangenehm oder stechend riecht.
  • Ob Farbe oder Lack speichel- sowie schweißfest ist, lässt sich daran erkennen, dass sich keine Farbe löst, wenn man mit einem feuchten Finger über das Produkt fährt.
  • Bei Plastikspielzeug auf die Hinweise „PVC-frei“ oder „Phthalat-frei“ achten. Als unbedenklich gelten Kunststoffe wie Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder Acetyl-Butyl-Styrol (ABS). Bei aufblasbaren Produkten trotz allem lieber eine Pumpe verwenden. Der verwendete Kunststoff wird häufig durch eine Zahl von 1 - 7 in einem Dreieck angegeben, 3 steht für PVC.
  • Plüschtiere sollten waschbar sein und mindestens 1-mal gewaschen werden, bevor das Kind mit ihnen schmust.
  • Schleifen oder Bändchen entfernen, denn diese können schädliche Farbstoffe absondern.
  • Kleinkinder sollten nur Stofftiere mit gestickten Gesichtern bekommen, da sie Knöpfe verschlucken können.
  • Laut Stiftung Warentest sind viele Spieluhren, sprechende Stofftiere und Rasseln zu laut und können das Kinder-Gehör schädigen. Vor dem Kauf am besten selbst direkt ans Ohr halten.
  • Batteriebetriebenes Spielzeug ist nicht empfehlenswert, da Batterien meist schädliche Säuren oder Laugen sowie Schwermetalle enthalten.
  • Wenn auf der Verpackung die vollständige Adresse des Herstellers oder Importeurs vermerkt ist, kann man sich im Schadensfall leichter an ihn wenden.
  • Auf der Website www.fair-spielt.de lässt sich nachlesen, welche Firma in welchem Land Produktionsstätten besitzt.
  • Auf Sicherheit und Qualität, statt auf Masse setzen: „Weniger ist mehr“ gilt wohl auch für so manches Kinderzimmer.
  • Nehmen Sie sich beim Einkauf Zeit!
  • Lassen Sich sich die Produkte vorführen und genau erklären. Sparen Sie nicht am falschen Platz. Kaufen Sie Sicherheit ein!
  • Das Spielzeug muss "altersgemäß" sein, d. h. der geistigen und körperlichen Entwicklung des Kindes entsprechen. Eltern, Erzieher oder andere Aufsichtspersonen bleiben in der Verantwortung für den richtigen Kauf, Einsatz und Gebrauch von Spielzeug!
  • Bei einem Kauf haben Sie Anspruch darauf, mangelfreie Ware zu erhalten. Bewahren Sie deshalb für den Fall einer Reklamation Namen und Anschrift des Herstellers sowie den Kaufbeleg vom Händler auf!
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